Richtlinie zu Hass schürendem Verhalten

Hass schürendes Verhalten: Du darfst keine Gewalt gegen andere Personen fördern, sie direkt angreifen oder ihnen drohen, wenn diese Äußerungen aufgrund von Abstammung, ethnischer Zugehörigkeit, nationaler Herkunft, Kastenzugehörigkeit, sexueller Orientierung, Geschlecht, Geschlechtsidentität, religiöser Zugehörigkeit, Alter, Behinderung oder einer schweren Erkrankung erfolgen. Wir erlauben auch keine Accounts, deren Hauptziel darin besteht, basierend auf diesen Kategorien Schaden gegen andere anzustiften.

Hass schürende Bilder und Anzeigenamen: Du darfst keine Hass schürenden Bilder oder Symbole in deinem Profilbild oder deinem Profil-Header verwenden. Außerdem darfst du missbräuchliches Verhalten nicht mithilfe des Nutzer- oder Anzeigenamens oder der Profilbiografie an den Tag legen, z. B. in Form einer gezielten Belästigung, oder um Hass gegen eine Person, Gruppe oder geschützte Kategorie auszudrücken. 
 

Begründung
 

Bei Twitter möchten wir allen Nutzern die Möglichkeit geben, Ideen und Informationen zu formulieren und zu teilen und ihren Meinungen und Überzeugungen ohne Barrieren Ausdruck zu verleihen. Die freie Meinungsäußerung ist ein Menschenrecht. Wir sind überzeugt, dass jeder dass jeder eine Stimme hat und das Recht, sich zu äußern. Unsere Rolle besteht darin, die öffentliche Unterhaltung zu ermöglichen, und das umfasst oft die Darstellung einer Fülle unterschiedlicher Perspektiven. 

Wir sind uns bewusst, dass Menschen, die auf Twitter Missbrauch ausgesetzt sind, sich möglicherweise in ihrer Fähigkeit zur freien Meinungsäußerung eingeschränkt fühlen. Untersuchungen haben gezeigt, dass einige Personengruppen online verstärkt Missbrauch ausgesetzt sind. Dazu zählen: Frauen, Farbige, Homosexuelle beider Geschlechter, Bisexuelle, Transgender-, Queer- und Intersex-Personen, asexuelle Personen, ausgegrenzte und historisch unterrepräsentierte Gemeinschaften. Für Personen, die sich mit mehreren unterrepräsentierten Gruppen identifizieren, kann Missbrauch häufiger, schwerwiegender und schädlicher sein.

Wir haben Missbrauch, der durch Hass, Vorurteile oder Intoleranz motiviert ist, den Kampf angesagt. Dazu zählt insbesondere Missbrauch, mit dem Stimmen zum Schweigen gebracht werden sollen, die historisch ausgegrenzt waren. Aus diesem Grund verbieten wir ein Verhalten, das Personen oder Gruppen aufgrund ihrer vermeintlichen Zugehörigkeit zu einer geschützten Kategorie missbraucht.  

Wenn du auf Twitter etwas siehst, was deiner Meinung nach gegen unsere Richtlinie zu Hass schürendem Verhalten verstößt, melde es uns bitte.

 

Wann dies zutrifft 
 

Wir überprüfen Accounts, die Meldungen zufolge einer Person oder einer Personengruppe gegenüber in Tweets oder Direktnachrichten eines der folgenden Verhalten zeigen, und ergreifen gegebenenfalls Maßnahmen. 
 

Gewaltandrohungen

Wir verbieten Inhalte, die einem identifizierbaren Ziel Gewalt androhen. Gewaltandrohungen sind deklarative Absichtserklärungen, Verletzungen zuzufügen, die zu schwerem und anhaltendem körperlichem Schaden führen würden, durch den eine Person sterben oder erheblich verletzt werden könnte. Beispiel: „Ich bring dich um.“

Hinweis: Unsere Richtlinie gegen Gewaltandrohungen kennt keine Kompromisse. Accounts, die unserer Auffassung nach Gewaltandrohungen teilen, werden sofort und permanent gesperrt. 
 

Einer Person oder einer Personengruppe schweren Schaden wünschen, darauf hoffen oder dazu aufrufen

Wir verbieten Inhalte, die einer gesamten geschützten Kategorie und/oder Personen, die möglicherweise zu dieser Kategorie zählen, den Tod, schweren oder anhaltenden körperlichen Schaden oder schwere Krankheit wünschen, darauf hoffen, sie fördern, dazu anstacheln oder ein solches Verlangen zum Ausdruck bringen. Das gilt u. a. in folgenden Fällen: 

  • Wenn die Hoffnung ausgedrückt wird, dass eine ganze geschützte Kategorie und/oder Personen, die möglicherweise zu dieser Kategorie gehören, an den Folgen einer schweren Krankheit sterben. Beispiel: „Ich hoffe, dass alle [Nationalität] COVID bekommen und sterben.“
  • Wenn gewünscht wird, dass jemand einen schweren Unfall hat. Beispiel: „Ich wünschte, du würdest von einem Auto überfahren, wenn du das nächste Mal den Mund aufmachst.“
  • Wenn gesagt wird, dass eine Personengruppe eine schwere Körperverletzung verdienen würde. Beispiel: „Wenn diese [Beschimpfung] nicht endlich den Mund halten, verdienen sie, dass man sie erschießt.“
  • Wenn andere basierend auf der angenommenen Zugehörigkeit einer Person oder einer Gruppe zu einer geschützten Kategorie dazu angehalten werden, Gewalt gegen sie zu verüben. Beispiel: „Ich hätte Lust, [rassistische Beschimpfung] einen Kinnhaken zu verpassen, wer macht mit?“
     

Bezugnahme auf Massenmord, Gewalttätigkeiten oder bestimmte Gewaltmittel, die sich primär gegen geschützte Gruppen gerichtet haben oder denen diese Gruppen zum Opfer gefallen sind

Wir verbieten, dass Personen oder Gruppen gezielt mit Inhalten angesprochen werden, die Formen der Gewalt oder gewalttätige Ereignisse darstellen, bei denen eine geschützte Kategorie das primäre Ziel oder das Opfer war, wenn dies mit der Absicht geschieht, sie zu belästigen. Das umfasst unter anderem Medien oder Text, die sich auf Folgendes beziehen oder Folgendes darstellen:

  • Völkermorde (z. B. Holocaust)
  • Lynchmorde
     

Aufstachelung gegen geschützte Kategorien
 

Wir verbieten die Aufstachelung zu Verhaltensweisen gegen Einzelpersonen oder Personengruppen, die geschützten Kategorien angehören. Darunter fallen Inhalte mit folgender Absicht:

  • Angst zu erregen oder furchtsame Stereotypen über eine geschützte Kategorie zu verbreiten, einschließlich der Behauptung, dass Mitglieder einer geschützten Kategorie eher an gefährlichen oder illegalen Aktivitäten beteiligt sind. Beispiel: „Alle [religiöse Gruppe] sind Terroristen.“
  • Andere dazu anzuhalten, Mitglieder einer geschützten Kategorie auf oder außerhalb der Plattform zu belästigen. Beispiel: „Ich habe es satt, dass diese [religiöse Gruppe] denken, sie seien besser als wir; wenn einer von euch jemanden sieht, der [ein religiöses Symbol der religiösen Gruppe] trägt, reißt es ihm ab und postet Bilder!“
  • Zur Diskriminierung in Form von Verweigerung der Unterstützung des Wirtschaftsunternehmens einer Einzelperson oder einer Gruppe aufgrund seiner wahrgenommenen Zugehörigkeit zu einer geschützten Kategorie aufzurufen. Beispiel: „Wenn du in ein Geschäft [einer religiösen Gruppe] gehst, unterstützt du diese [Beschimpfung]; geben wir diesen [religiöse Beschimpfung] doch kein Geld mehr.“ Inhalte, die politischer Natur sein sollen, wie z. B. politische Kommentare oder Inhalte im Zusammenhang mit Boykotten oder Protesten, sind hiervon möglicherweise ausgenommen.

Beachte, dass Inhalte, die zu Gewalt gegen eine geschützte Kategorie aufstacheln sollen, unter der Rubrik Einer Person oder einer Personengruppe schweren Schaden wünschen, darauf hoffen oder dazu aufrufen verboten sind.

Wir verbieten die Aussagen über Personen und Gruppen mit Inhalten, die Angst vor einer geschützten Kategorie wecken oder angstvolle Klischees verbreiten sollen, u. a. die Behauptung, dass Mitglieder einer geschützten Gruppe mit höherer Wahrscheinlichkeit an gefährlichen oder illegalen Aktivitäten beteiligt sind. Beispiel: „Alle [religiöse Gruppe] sind Terroristen.” 
 

Wiederholte und/oder nicht im gegenseitigen Einverständnis geäußerte Verunglimpfungen, Beinamen, rassistische oder sexistische Redewendungen oder andere Inhalte, durch die andere erniedrigt werden

Wir verbieten es, andere mit wiederholten Verunglimpfungen, Tropen oder anderen Inhalten anzusprechen, die darauf abzielen, negative oder schädliche Stereotypen über eine geschützte Kategorie zu entmenschlichen, zu entwürdigen oder zu verstärken. Dazu gehört es, Transgender-Personen absichtlich mit dem falschen Geschlecht oder mit dem Geburtsnamen zu bezeichnen. Wir verbieten auch die Entmenschlichung einer Gruppe von Menschen aufgrund von Religion, Kaste, Alter, Behinderung, schwerer Krankheit, nationaler Herkunft, Rasse oder ethnischer Zugehörigkeit. In einigen Fällen, wie z. B. (aber nicht ausschließlich) bei schwerwiegender, wiederholter Verwendung von Verunglimpfungen, Epitheta oder rassistischen/sexistischen Tropen, bei denen die primäre Absicht darin besteht, andere zu belästigen oder einzuschüchtern, können wir die Entfernung des Tweets verlangen. In anderen Fällen, wie z. B. (aber nicht ausschließlich) bei moderater, vereinzelter Nutzung, bei der die Hauptabsicht darin besteht, andere zu belästigen oder einzuschüchtern, können wir die Sichtbarkeit von Tweets wie unten beschrieben einschränken.
 

Hass schürende Bilder

Wir betrachten hasserfüllte Bilder als Logos, Symbole oder Bilder, deren Zweck es ist, Feindseligkeit und Böswilligkeit gegen andere aufgrund ihrer Rasse, Religion, Behinderung, sexuellen Orientierung, Geschlechtsidentität oder ethnischen/nationalen Herkunft zu fördern. Einige Beispiele solcher Hass schürender Bilder sind u. a.:

  • Symbole, die historisch mit Hassgruppen verknüpft sind, z. B. das Hakenkreuz
  • Bilder, die andere als Untermenschen darstellen oder die mit Hass schürenden Symbolen verändert wurden, z. B. Bilder, bei denen die Gesichtszüge einem Tier angeglichen wurden
  • Bilder, die mit Hass schürenden Symbolen oder Verweisen auf einen Massenmord an einer geschützten Kategorie verändert wurden, z. B. Bilder von Personen, bei denen ein gelber Judenstern hinzugefügt wurde, damit an den Holocaust erinnert wird

Medien, die Hass schürende Bilder enthalten, sind in Live-Videos, Account-Biografien, Profil- oder Header-Bildern nicht erlaubt. Alle anderen Fälle müssen als sensible Medien gekennzeichnet werden. Außerdem verstößt es gegen unsere Richtlinie zu missbräuchlichem Verhalten, einer Person unaufgefordert Hass schürende Bilder zu senden. 
 

Muss ich von diesem Inhalt unmittelbar betroffen sein, damit ich ihn als Verstoß gegen die Twitter Regeln melden kann?
 

Manche Tweets können als Hass schürend erscheinen, wenn sie isoliert betrachtet werden, aber im weiteren Kontext der Unterhaltung gesehen sind sie es vielleicht nicht. Beispielsweise können Mitglieder einer geschützten Kategorie einander mit Bezeichnungen ansprechen, die normalerweise als Beleidigung gelten. Wenn diese Bezeichnungen einvernehmlich verwendet werden, geschieht das nicht in beleidigender Absicht, sondern um historisch als Beleidigungen verwendete Bezeichnungen selbst zu vereinnahmen.  

Wenn wir diese Art von Inhalten überprüfen, ist vielleicht nicht klar, ob die Absicht bestand, eine Person aufgrund ihres geschützten Status zu beleidigen, oder ob es sich um eine einvernehmliche Unterhaltung handelt. Damit unsere Teams den Kontext besser verstehen können, müssen wir manchmal direkt von der betroffenen Person hören, damit wir sicherstellen können, dass wir alle nötigen Informationen haben, bevor wir eventuell Maßnahmen ergreifen.

Hinweis: Personen müssen nicht einer spezifischen geschützten Kategorie angehören, damit wir Maßnahmen ergreifen. Wir bitten Nutzer niemals, zu beweisen, dass sie einer geschützten Kategorie angehören oder nicht angehören, und wir untersuchen diese Informationen nicht. 
 

Konsequenzen
 

Im Rahmen dieser Richtlinie ergreifen wir Maßnahmen gegen Hass schürendes Verhalten wie oben beschrieben, das sich gezielt gegen Personen oder eine gesamte geschützte Kategorie richtet. Die gezielte Ansprache kann auf unterschiedliche Weise erfolgen, z. B. durch Erwähnungen, Fotos einer Person oder namentliche Verweise auf eine Person.

Bei der Festlegung der Strafe für Verstöße gegen diese Richtlinie berücksichtigen wir eine Reihe von Faktoren, einschließlich, aber nicht beschränkt auf die Schwere des Verstoßes und frühere Regelverstöße einer Person. Im Folgenden findest du eine Liste der möglichen Durchsetzungsoptionen für Inhalte, die gegen diese Richtlinie verstoßen:

  • Rückstufung von Tweets in Antworten, außer wenn der Nutzer dem Autor des Tweets folgt.
  • Tweets in den Top-Suchergebnissen und/oder in den Timelines von Nutzern, die dem Autor des Tweets nicht folgen, nicht mehr verstärkbar machen.
  • Ausschluss von Tweets und/oder Accounts in E-Mails oder Produktempfehlungen. 
  • Der Tweet muss entfernt werden.
    • Wir können zum Beispiel jemanden auffordern, den verletzenden Inhalt zu entfernen und eine gewisse Zeit im Lesemodus zu verbringen, bevor er wieder twittern kann. Spätere Verstöße bleibt der schreibgeschützte Modus länger aktiviert und führt schließlich zu einer dauerhaften Sperrung.
  • Sperrung von Konten, deren Hauptverwendungszweck wir als hasserfülltes Verhalten im Sinne dieser Richtlinie eingestuft haben oder die Gewaltandrohungen geteilt haben.

In diesem Artikel erfährst du mehr über die Gegenmaßnahmen, die uns zur Verfügung stehen

Wenn ein Nutzer der Meinung ist, dass sein Account fälschlicherweise gesperrt wurde, kann er Einspruch einlegen.

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