Automatisierungsregeln

Aktualisiert am 6. April 2017

Diese Seite richtet sich in erster Linie an Entwickler.

Für Twitter Nutzer: Letztlich bist du für alle Aktionen verantwortlich, die mit deinem Account oder von Applikationen, die mit deinem Account verknüpft sind, durchgeführt werden. Bevor du einer Drittapplikation erlauben, auf deinen Account zuzugreifen oder ihn zu verwenden, musst du dir die Applikation eingehend ansehen und verstehen, was sie tut. Wenn automatisierte Aktivitäten in deinem Account gegen die Twitter Regeln oder diese Automatisierungsregeln verstoßen, kann Twitter Maßnahmen gegen deinen Account ergreifen. Beispielsweise können deine Tweets aus den Suchergebnissen herausgefiltert werden oder dein Account kann vorübergehend gesperrt werden.

Weitere Informationen über Drittapplikationen findest du in unserem Artikel über das Herstellen oder Aufheben einer Verbindung zu Drittapplikationen.

I. Grundregeln

Erwünscht:

  • Lösungen erstellen, die automatisch hilfreiche Informationen in Tweets verbreiten
  • Kreative Kampagnen ausführen, die automatische Antworten an Nutzer senden, die mit deinem Inhalt interagieren
  • Lösungen erstellen, die Nutzern automatische Antworten in Form von Direktnachrichten senden
  • Neue Dinge ausprobieren, die Nutzern helfen (und unsere Regeln beachten)
  • Sicherstellen, dass deine Applikation eine gute Erfahrung für den Nutzer und eine gute Leistung bietet – und dafür sorgen, dass das auch so bleibt

Nicht erwünscht:

  • Verstöße gegen diese oder andere Richtlinien; besonders zu beachten sind unsere Regeln zu Missbrauch und Datenschutz
  • Missbrauch des Twitter API oder Versuche, Raten-Limits zu umgehen
  • Spam oder Belästigung von Nutzern oder anderweitiges Versenden unerwünschter Nachrichten

A. Twitter Regeln und Entwicklervertrag und ‑richtlinie

Wie alle Aktivitäten auf Twitter unterliegen auch automatisierte Aktivitäten den Twitter Regeln und, wenn du als Entwickler mit dem Twitter API arbeitest, auch Entwicklervertrag und ‑richtlinie.

Du solltest diese Richtlinien aufmerksam lesen und dafür sorgen, dass sie bei deinen automatisierten Aktivitäten beachtet werden. Automatisierte Applikationen oder Aktivitäten, die gegen diese Richtlinien verstoßen oder die es Nutzern ermöglichen oder sie dazu verleiten, gegen sie zu verstoßen, können zu Gegenmaßnahmen führen; u. a. können die damit verbundenen Twitter Accounts vorübergehend gesperrt werden. Außerdem können wir bei Verstößen gegen diese Richtlinien den Entwicklerzugang zum Twitter API beschränken oder vorübergehend oder endgültig sperren.

Für automatisierte Aktivitäten gelten alle Aspekte der Twitter Regeln und von Entwicklervertrag und ‑richtlinie. Folgende Regeln sind jedoch besonders zu beachten:

Mehrere/serielle Accounts für denselben Nutzungszweck: Es ist nicht erlaubt, serielle (oder mehrere) Accounts anzulegen, die denselben Nutzungszweck verfolgen.

  • Die Automatisierung mehrerer Accounts für ähnliche, aber nicht identische Nutzungszwecke ist hingegen erlaubt. Beispielsweise dürfen Applikationen separate Accounts automatisieren, die twittern, wenn das Hubble-Weltraumteleskop über verschiedene Städte fliegt, z. B. San Francisco oder Hongkong.

Spam: Du darfst keine automatisierten Tweets oder Direktnachrichten senden, die Spam darstellen, oder dich anderweitig an Spam-Aktivitäten beteiligen. Einige Beispiele für Spam-Verhalten, das bei der Automatisierung zu vermeiden ist:

  • Trendige Themen: Du darfst nicht automatisch über trendige Themen auf Twitter posten.
  • Mehrere Posts/Accounts: Du darfst keine duplizierten Tweets posten, weder von einem Account noch von mehreren Accounts.

Irreführende Links: Du darfst keine automatisierten Tweets oder Direktnachrichten mit Links versenden, die irreführend sind. Darunter fallen z. B. Links, die auf böswillige oder trügerische Weise zu Landing Pages oder Anzeigen umleiten, bevor der endgültige Inhalt angezeigt wird.

Sensible Medien: Automatisierte Tweets und Direktnachrichten müssen die Twitter Medienrichtlinie einhalten. Wenn du beabsichtigst, anzügliche, anstößige oder potenziell sensible Medien zu posten, musst du deinen Account als potenziell sensibel kennzeichnen.

Missbräuchliches Verhalten: Du darfst dich weder auf Twitter noch anderswo an automatisierten Aktivitäten beteiligen, die Missbrauch, Gewalt, Hass schürendes Verhalten oder Belästigung fördern oder begünstigen oder dazu anstiften.

Private Informationen: Du darfst keine privaten oder vertraulichen Informationen über eine Person posten, wenn keine vorherige ausdrückliche Genehmigung dafür vorliegt.

B. Andere Grundregeln für automatisierte Aktivitäten

Zusätzlich zu den Richtlinien oben gelten die folgenden Grundregeln für alle automatisierten Aktivitäten auf Twitter:

  • Nutzer dürfen nicht überrascht oder irregeführt werden: Automatisierte Aktivitäten sollten die Erwartungen der Nutzer erfüllen.
  • Anzügliche oder anstößige Inhalte: Sende keine Direktnachrichten, Erwähnungen oder Antworten an Nutzer, die potenziell sensible Inhalte (z. B. Schimpfwörter) enthalten, wenn sie nicht zuvor deutlich zu erkennen gegeben haben, dass sie derartige Inhalte erhalten möchten. 
  • Überlege dir, welche Informationen du auf Twitter anforderst oder austauschst
    • Tweets: Bitte Nutzer nicht, dir in einem öffentlichen Tweet personenbezogene oder private Informationen zu senden. Wenn du zusätzliche personenbezogene oder private Informationen von einem Nutzer benötigst, z. B. um einen angemessenen Kundenservice zu ermöglichen, solltest du ihn bitten, dir diese Informationen per Direktnachricht oder über einen anderen privaten Kanal mitzuteilen. Zu diesem Zweck eignet sich ein Deep Link für eine Direktnachricht in deinem Tweet.
    • Direktnachrichten: Du solltest Nutzer nur um Informationen bitten, die du unbedingt benötigst, um ihnen den gewünschten Service zur Verfügung zu stellen. Wenn du besonders sensible Informationen anfordern oder austauschen musst (z. B. Kreditkartendaten), solltest du Nutzer besser auf deine Website oder andere angemessene Kanäle verweisen. 

II. Aktivitätsspezifische Regeln

Die aktivitätsspezifischen Regeln in diesem Abschnitt gelten für spezifische automatisierte Aktionen auf Twitter. Lies dir diese Regeln genau durch, denn sie zeigen sowohl erlaubte als auch verbotene Nutzungszwecke für die Automatisierung.

Automatisierte Applikationen oder Aktivitäten, die gegen diese Regeln verstoßen oder die es Nutzern ermöglichen oder sie dazu verleiten, gegen sie zu verstoßen, können zu Gegenmaßnahmen führen. Beispielsweise können die damit verbundenen Twitter Accounts vorübergehend gesperrt werden. Außerdem können wir bei Verstößen gegen diesen Regeln den Entwicklerzugang zum Twitter API beschränken oder vorübergehend oder endgültig sperren. Denke daran, die Spam-Richtlinien in den Twitter Regeln genau zu beachten, damit Aktivitäten, die von dir, deiner App oder anderen Nutzern durch deine App oder deinen Service durchgeführt werden, nicht als Spam gekennzeichnet werden.

A. Automatisierte Aktionen durch den Account eines anderen Nutzers

Twitter Nutzer erlauben möglicherweise deiner App oder deinem Service, über OAuth auf ihren Twitter Account zuzugreifen. Wenn ein Nutzer es deiner App oder deinem Service erlaubt, über OAuth auf seinen Twitter Account zuzugreifen, gilt das noch nicht als Zustimmung, automatisierte Aktionen durch den Account dieses Nutzers durchzuführen.

Du darfst durch den Account eines anderen Twitter Nutzers nur dann automatisierte Aktionen durchführen, wenn du:

  • dem Nutzer deutlich darlegst, welche Arten von automatisierten Aktionen durchgeführt werden;
  • der Nutzer sich ausdrücklich damit einverstanden erklärt, dass diese automatisierten Aktionen durchgeführt werden; und
  • der Bitte eines Benutzers, keine weiteren automatisierten Aktionen durchzuführen, sofort Folge geleistet wird.

Diese Anforderungen gelten für alle automatisierten Aktionen, die durch den Account eines anderen Twitter Nutzers durchgeführt werden, u. a. um Tweets zu posten, Direktnachrichten zu senden, Direktnachrichten oder Tweets zu löschen oder anderen Accounts zu folgen oder zu entfolgen. Für Applikationen, die es Benutzern ermöglichen, zahlreiche Tweets auf einmal oder automatisch zu löschen, musst du deutlich betonen, dass die Tweets nach dem Löschen nicht wiederhergestellt werden können.

B. Automatisierte Tweets

1. Posten von automatisierten Tweets

Automatisierte Tweets, die externe Informationen auf anderen Plattformen posten: Du darfst automatisierte Tweets zum Streaming von externen Informationen (z. B. einen RSS-Feed oder Wetterdaten) posten, sofern du berechtigt bist, derartige Informationen zu veröffentlichen.

Andere automatisierte Tweets (außer Erwähnungen oder Antworten): Solange du alle anderen Regeln einhältst, darfst du automatisierte Tweets zur Unterhaltung, zur Information oder als Neuheit posten. Zur Erinnerung: Accounts, die duplizierte Inhalte, Spam oder andere verbotene Dinge posten, können gesperrt werden.

2. Posten von automatisierten Antworten und Erwähnungen

Die Antwort- und Erwähnungsfunktionen sollen die Kommunikation zwischen verschiedenen Twitter Nutzern erleichtern. Es ist nicht erlaubt, diese Aktionen zu automatisieren, um zahlreiche Nutzer zu erreichen, die nicht um diese Informationen gebeten haben, da dies einen Missbrauch der Funktionen darstellt. Zum Beispiel ist es nicht erlaubt, automatisierte Antworten auf Tweets zu senden, die lediglich auf einer Schlagwortsuche basieren.

Du darfst jedoch automatisierte Antworten oder Erwähnungen an Twitter Nutzer senden, wenn alle folgenden Bedingungen erfüllt sind:

  • Der Empfänger oder der oder die erwähnten Nutzer haben darum gebeten (Opt-In), dass du sie auf Twitter kontaktierst, oder haben im Voraus deutlich erkennen lassen, dass sie eine Kontaktaufnahme erwarten.
  • Du hast eine klare und einfache Methode zur Verfügung gestellt, mit denen derartige Nutzer die automatisierten Antworten und Erwähnungen wieder abbestellen können (Opt-Out), und erfüllst derartige Wünsche sofort.
  • Du sendest nur eine automatisierte Antwort oder Erwähnung pro Nutzerinteraktion.
  • Die automatisierte Antwort oder Erwähnung ist eine Antwort auf den ursprünglichen Tweet des Nutzers (wenn deine Kampagne darauf basiert, dass Nutzer eine Antwort auf deinen Tweet posten).

Opt-In-Techniken und Nutzereinwilligungen können verschiedene Formen annehmen, die von den spezifischen Bedingungen deiner Nutzungszwecke und der Implementierung abhängen. Einige Beispiele:

  • Ein Tweet von deinem Account gibt klar zu erkennen, dass ein Nutzer, der eine spezifische Aktion an diesem Tweet durchführt (ihn z. B. retweetet), sich damit einverstanden erklärt, eine automatisierte Antwort zu erhalten.
  • Ein Nutzer erwähnt deinen Account auf eine Weise, die erkennen lässt, dass der Nutzer eindeutig eine Antwort erhalten möchte. Wenn du eine Kampagne mit automatischen Antworten oder einem nutzungsspezifischen Hashtag durchführen möchtest, sollten Nutzer dich in ihren Tweets außerdem erwähnen.

Die Tatsache, dass ein Nutzer deinem Account folgt, gilt noch nicht als Einwilligung, eine automatisierte Antwort zu erhalten.

Hinweis: Werbekunden, Herausgeber und Marken, die Kampagnen mit automatischen Antworten nutzen, müssen eine Genehmigung von Twitter einholen und sich ggf. an zusätzliche Regeln halten. Wende dich an deinen Account- oder Partnermanager, der dir gern weiterhilft. Wenn du keinen Partnermanager hast, dich aber für gemanagte Kundenservices interessierst, findest du hier weitere Informationen.

Außerdem empfehlen wir, dass alle Accounts, die über automatisierte Erwähnungen oder Antworten mit Nutzern kommunizieren, folgende Bedingungen erfüllen:

  1. Antworten werden angemessen gefiltert, um potenziell sensible Formulierungen in Nutzernamen, Anzeigenamen und Tweet-Texten sowie potenziell sensible Medien auszublenden.
  2. Es wird überprüft, ob der Tweet, den du erwähnst oder auf den du antwortest, noch existiert (z. B. durch den Status-/Lookup-Endpunkt im Twitter API).

C. Automatisierte Direktnachrichten

Versenden von automatisierten Direktnachrichten an Nutzer

Du darfst unerbetene Direktnachrichten nicht massenweise oder auf automatisierte Weise einsetzen und solltest dir gut überlegen, wie oft du Nutzer über Direktnachrichten kontaktierst.

Du darfst automatisierte Direktnachrichten an Nutzer versenden, wenn alle folgenden Bedingungen erfüllt sind:

  • Der oder die Empfänger haben darum gebeten (Opt-In), dass du sie per Direktnachricht kontaktierst, oder haben im Voraus deutlich erkennen lassen, dass sie eine Kontaktaufnahme erwarten.
  • Du hast eine klare und einfache Methode zur Verfügung gestellt, mit denen derartige Nutzer die automatisierten Direktnachrichten wieder abbestellen können (Opt-Out), und erfüllst derartige Wünsche sofort.

Die Tatsache, dass ein Nutzer technisch in der Lage ist, eine Direktnachricht von dir zu erhalten (z. B. weil er dir folgt, weil er die Option aktiviert hat, Direktnachrichten von allen Accounts zu erhalten, oder weil der Nutzer bereits eine Unterhaltung per Direktnachricht mit dir führt), bedeutet nicht unbedingt, dass er darum gebeten hat, eine automatisierte Direktnachricht von dir zu erhalten, oder dies erwartet.

Interaktion mit Nutzern per Direktnachricht

Gemäß den Grundregeln musst du dir gut überlegen, wie viele und welche Art von Informationen du per Direktnachricht von Nutzern anforderst oder mit ihnen austauschst. Wenn du einen Nutzer in einer automatisierten Direktnachricht bittest, personenbezogene oder private Informationen zur Verfügung zu stellen, musst du deutlich erläutern, wie du die erfassten Informationen verwendest. Möglicherweise empfiehlt es sich, einen Link zu deinen Datenschutzrichtlinien in deine Direktnachricht an den Nutzer und auch in deine Profilbiografie auf Twitter aufzunehmen.

Teile Informationen, die du in einer Unterhaltung per Direktnachricht mit einem Nutzer erhalten hast, nicht öffentlich, es sei denn, der Nutzer hat sich ausdrücklich damit einverstanden erklärt. Wenn ein Benutzer dir z. B. per Direktnachricht eine Frage zu einem bei dir getätigten Kauf stellt, darfst du den Nutzer nicht in einem öffentlichen Tweet erwähnen, der Informationen über den Kauf enthält, es sei denn, der Nutzer hat dir das ausdrücklich erlaubt.

Nachdem eine vom Nutzer begonnene Interaktion beendet wurde, darfst du keine zusätzlichen Direktnachrichten zur Nachverfolgung senden oder Nutzer in einem Tweet erwähnen, es sei denn, der Nutzer hat dies ausdrücklich erlaubt.

D. Automatisierte Aktionen, die du an Tweets oder Accounts durchführst

Automatisierte „Gefällt mir“-Markierungen: Du darfst Tweets nicht automatisch mit „Gefällt mir“ markieren.

Automatisierte Retweets: Solange alle anderen Regeln eingehalten werden, darfst du Tweets zur Unterhaltung, zur Information oder als Neuheit automatisch retweeten oder zitieren. Automatisierte Retweets führen oft zu einer negativen Erfahrung für den Nutzer, und massenweises und aggressives Retweeten oder Retweeten als Spam verstößt gegen die Twitter Regeln.

Automatisiertes Folgen und Entfolgen: Du darfst Twitter Accounts nicht massenweise oder wahllos folgen oder entfolgen. Aggressives Folgen verstößt gegen die Twitter Regeln. Lies bitte auch unsere Regeln und Best Practices zum Folgen und sorge dafür, dass sie eingehalten werden. Applikationen, die vorgeben, Nutzern mehr Follower zu verschaffen, sind laut den Twitter Regeln ebenfalls verboten.

Automatisiertes Hinzufügen zu Listen oder Sammlungen: Es ist nicht erlaubt, massenweise oder wahllos entweder Twitter Nutzer zu Listen oder Tweets zu Sammlungen hinzuzufügen. Zahlreiche Nutzer, zwischen denen keinerlei Verbindung besteht, Listen hinzuzufügen, verstößt gegen die Twitter Regeln.

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