Missbräuchliches Verhalten

Twitter Regeln: Du darfst andere nicht gezielt belästigen oder andere Personen dazu aufrufen. Als missbräuchliches Verhalten betrachten wir einen Versuch, eine Person zu belästigen, einzuschüchtern oder zum Schweigen zu bringen.
 

Begründung


Auf Twitter solltest du dich sicher fühlen, deinen einzigartigen Standpunkt auszudrücken. Wir glauben an freie Meinungsäußerung und offenen Dialog, doch diese zugrundeliegende Philosophie bedeutet wenig, wenn Stimmen zum Schweigen gebracht werden und Menschen Angst haben, sich zu äußern. 

Um einen gesunden Dialog auf der Plattform zu ermöglichen und Einzelpersonen zu befähigen, unterschiedliche Meinungen und Überzeugungen zu äußern, verbieten wir Verhaltensweisen, die andere belästigen oder einschüchtern oder auf andere Weise beschämen oder erniedrigen sollen. Neben der Gefährdung der Sicherheit von Menschen kann missbräuchliches Verhalten auch zu einer körperlichen und seelischen Belastung für die Betroffenen führen. 

Erfahre mehr über unseren Ansatz zur Vorgehensweise bei der Entwicklung von Richtlinien und bei deren Durchsetzung.

Wann gilt diese Regel? 


Manche Tweets können beleidigend erscheinen, wenn sie isoliert betrachtet werden, aber im weiteren Kontext der Unterhaltung gesehen sind sie es vielleicht nicht. Wenn wir diese Art von Inhalten prüfen, ist es unter Umständen nicht klar, ob sie dazu bestimmt sind, eine Person zu belästigen, oder ob sie Teil einer einvernehmlichen Unterhaltung sind. Um unseren Teams zu helfen, den Kontext einer Unterhaltung zu verstehen, müssen wir möglicherweise direkt von der betreffenden Person hören. So können wir sicherstellen, dass wir über die erforderlichen Informationen verfügen, bevor wir Durchsetzungsmaßnahmen ergreifen.

Wir werden Berichte über Accounts, die auf eine Person oder eine Gruppe von Personen mit einer der folgenden Verhaltensweisen innerhalb von Tweets oder Direktnachrichten abzielen, überprüfen und gegen sie vorgehen. Für Accounts, die in ihrem Profil missbräuchliches Verhalten an den Tag legen, besuche bitte unsere Richtlinie gegen missbräuchliches Verhalten. Wenn sich Verhaltensweisen aufgrund von Rasse, ethnischer Herkunft, nationaler Herkunft, sexueller Orientierung, Geschlecht, Geschlechtsidentität, Religionszugehörigkeit, Alter, Behinderung oder schwerer Krankheit gegen Menschen richten, kann das einen Verstoß gegen unsere Richtlinie gegen Hass schürendes Verhalten darstellen.


Gewaltandrohungen

Wir verbieten Inhalte, die einem identifizierbaren Ziel Gewalt androhen. Gewaltandrohungen sind deklarative Absichtserklärungen, Verletzungen zuzufügen, die zu schwerem und anhaltendem körperlichem Schaden führen würden, durch den eine Person sterben oder erheblich verletzt werden könnte. Beispiel: „Ich bring dich um.“

Hinweis: Unsere Richtlinie gegen Gewaltandrohungen kennt keine Kompromisse. Diejenigen, die Gewaltandrohungen verbreiten, müssen mit einer sofortigen und dauerhaften Sperrung ihres Kontos rechnen.

Einer Person oder einer Personengruppe schweren Schaden wünschen, darauf hoffen oder dazu aufrufen

Wir tolerieren keine Inhalte, die den Wunsch nach Tod, schwerer Körperverletzung oder schwerer Krankheit gegen eine Person oder eine Gruppe von Menschen äußern, darauf hoffen, dies fördern, dazu aufstacheln oder es zum Ausdruck bringen. Das gilt u. a. in folgenden Fällen: 

  • zu hoffen, dass jemand an einer schweren Krankheit stirbt, z. B. „Ich hoffe, du bekommst Krebs und stirbst.“
  • zu wünschen, dass jemand Opfer eines schweren Unfalls wird, z. B. „Ich wünschte, du würdest beim nächsten Mal, dass du redest, von einem Auto überfahren werden“.
  • zu sagen, dass eine Gruppe von Personen schwere körperliche Verletzungen verdient, z. B. „Wenn diese Gruppe von Demonstranten nicht die Klappe hält, verdienen sie es, erschossen zu werden.“
     

Ausnahmen von der Regeln, dass man auf Twitter niemandem Schaden wünschen darf 

Wir sind uns bewusst, dass Unterhaltungen über bestimmte Personen, denen glaubwürdig schwere Gewalt vorgeworfen wird, Empörung hervorrufen und auch dazu führen können, dass ihnen jemand Schaden wünscht. In diesen begrenzten Fällen fordern wir den Nutzer auf, den Tweet zu löschen, ohne dass für den Account ein Strafpunkt vergeben oder er gesperrt wird. Einige Beispiele:

  •  „Ich wünsche allen Vergewaltigern den Tod.“ 
  • „Wer Kinder sexuell missbraucht, sollte gehängt werden.“
     

Unerwünschte sexuelle Annäherungsversuche

Während einige Formen einvernehmlicher Nacktheit und nicht jugendfreier Inhalte auf Twitter erlaubt sind, untersagen wir unerwünschte sexuelle Annäherungsversuche und Inhalte, in denen eine Einzelperson ohne ihre Zustimmung sexuell abgebildet wird. Dies umfasst, ist aber nicht beschränkt auf:

  • Senden von unerwünschten und/oder unerwünschten nicht jugendfreien Medien, einschließlich Bildern, Videos und GIFs; 
  • unerwünschte sexuelle Diskussion über den Körper von jemandem; 
  • Aufforderung zu sexuellen Handlungen; und 
  • sonstige Inhalte, die eine Person ohne deren Einwilligung anderweitig sexualisieren. 
     

Beleidigungen, Schimpfwörter oder Verunglimpfungen mit dem Ziel, andere zu belästigen oder einzuschüchtern

Wir gehen gegen die Verwendung von Beleidigungen, Schimpfwörtern oder Verunglimpfungen vor, die sich gegen andere richten. In einigen Fällen, wie z. B. (aber nicht nur) bei schwerwiegender, wiederholter Verwendung von Beleidigungen oder Verunglimpfungen, bei denen die Hauptabsicht darin besteht, andere zu belästigen oder einzuschüchtern, können wir die Entfernung des Tweets verlangen. In anderen Fällen, wie z. B. (aber nicht ausschließlich) bei mäßiger, vereinzelter Verwendung von Beleidigungen und Obszönitäten, bei denen die primäre Absicht darin besteht, andere zu belästigen oder einzuschüchtern, können wir die Sichtbarkeit von Tweets wie weiter unten beschrieben einschränken. Bitte beachte auch, dass manche Personen bestimmte Begriffe als beleidigend empfinden, wir aber nicht gegen jeden Fall vorgehen werden, in dem beleidigende Begriffe verwendet werden. 


Ermutigung oder Aufforderung an andere, eine Einzelperson oder eine Gruppe von Personen zu belästigen

Wir verbieten Verhaltensweisen, die andere dazu ermutigen, bestimmte Personen oder Gruppen mit missbräuchlichem Verhalten zu belästigen oder anzusprechen. Das umfasst u. a. Aufrufe, Personen im Internet gezielt zu beleidigen oder zu belästigen, und Verhaltensweisen, die zu Aktionen außerhalb des Internet wie z. B. körperlicher Belästigung aufrufen. 

 

Leugnung, dass ein Ereignis mit zahlreichen Opfern stattgefunden hat

Wir verbieten Inhalte, die leugnen, dass ein Massenmord oder ein anderes Ereignis mit zahlreichen Toten und Verletzten stattgefunden hat, wenn wir verifizieren können, dass das Ereignis tatsächlich stattgefunden hat, und die Inhalte mit böser Absicht geteilt werden. Darunter fällt z. B., ein solches Ereignis als „Hoax“ zu bezeichnen oder zu behaupten, dass Opfer oder Überlebende dies nur vortäuschen oder simulieren. Diese Regel betrifft u. a. Ereignisse wie den Holocaust, Amokläufe in Schulen, Terroranschläge und Naturkatastrophen.

 

Muss ich persönlich Zielscheibe dieser Inhalte sein, damit sie auf Verstöße gegen die Twitter Regeln überprüft werden können?

Nein. Wir nehmen Meldungen derartiger Inhalte sowohl von den Betroffenen als auch von Unbeteiligten entgegen.


Konsequenzen

Bei der Festlegung der Strafe für Verstöße gegen diese Richtlinie berücksichtigen wir eine Reihe von Faktoren, einschließlich, aber nicht beschränkt auf, die Schwere des Verstoßes und die vorherige Aufzeichnung von Regelverstößen einer Person. Im Folgenden findest du eine Liste der möglichen Durchsetzungsoptionen für Inhalte, die gegen diese Richtlinie verstoßen:

  • Rückstufung von Tweets in Antworten, außer wenn der Nutzer dem Autor des Tweets folgt.
  • Tweets in den Top-Suchergebnissen und/oder in den Timelines von Nutzern, die dem Autor des Tweets nicht folgen, nicht mehr verstärkbar machen.
  • Ausschluss von Tweets und/oder Accounts in E-Mails oder Produktempfehlungen. 
  • Der Tweet muss entfernt werden.
    • Wir können zum Beispiel jemanden auffordern, den verletzenden Inhalt zu entfernen und eine gewisse Zeit im Lesemodus zu verbringen, bevor er wieder twittern kann. Spätere Verstöße bleibt der schreibgeschützte Modus länger aktiviert und führt schließlich zu einer dauerhaften Sperrung.
  • Sperrung von Konten, deren Hauptverwendung wir als missbräuchliches Verhalten im Sinne dieser Richtlinie eingestuft haben, oder die Gewaltandrohungen geteilt haben.

In diesem Artikel erfährst du mehr über die Gegenmaßnahmen, die uns zur Verfügung stehen.

Wenn ein Nutzer der Meinung ist, dass sein Account fälschlicherweise gesperrt wurde, kann er Einspruch einlegen.

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